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Gedicht

Liebe Besucher, in diesem auch von unserer Kanzlerin so genannten Jahr der Tränen,
haben die Webmasterin und ich beschlossen,
dass nur noch Heinz Erhardt hilft.
Nur sein „Unsinn“ macht heute noch Sinn!!
Und nun ein  Gedicht:

Mond über der Stadt
 
Ich hänge am Himmel und scheine - - -
Was soll ich auch anderes machen? …
 
Die Stadt ist zu schnell,
zu laut und zu grell - - -
Neulich hielt mich eine ältere Dame
Für Lichtreklame!
 
Wärs nicht so traurig, es wäre zu Lachen …
Manchmal schießt man nach mir; doch die meisten
Der weit gereisten
Raketen gehen daneben
Und lassen mich leben.
Eben.
Eben kam wieder so eine - - -
 
Kein Pärchen mehr, das sich in meinem Lichte
Umschlingt.
Kein Dichter mehr - außer diesem hier -, der
Mich besingt …
Ich frage mich, was ich hier oben eigentlich soll!
Man nimmt, auch als Vollmond, mich nicht mehr
Für voll.



Heinz Erhardt